
Seit nunmehr 4 Jahren widme ich meine kreative Seite dem fotografieren.
Was mich daran so fesselt, hinaus treibt um Motive zu suchen, Menschen zu begegnen, Situationen festzuhalten, ist die Leidenschaft des Lichtmalens.
Fast glaub ich auf der Suche nach dem „einen Bild“ zu sein, das alle anderen erübrigt.
Ich hoffe insgeheim dieses nie zu machen, da ich dann zur Aufgabe gezwungen wäre, der Auftrag wäre erfüllt.
Bestimmt ist es auch die Suche nach meiner Vergangenheit, deren ich allzu oft in Blindheit begegnet und unachtsam Momente ausgeblendet habe, nur um im Strom der Gesellschaft mit zu schwimmen.
Vor Angst unterzugehen, auch manche Möglichkeiten für immer verspielt in meinen Fotografien darstelle.
Aufarbeiten, sammeln und auf einen Moment fokussieren.
Farben, Licht und Schatten sind die Ingredienzien.
Wahrnehmung, Technik und viel Glück das Handwerk.
Dieses zu lernen und mit meinem Inneren zu verbinden, bedeutet für mich die Fotografie.
Fotografieren macht für mich nur dann einen Sinn, wenn ich es mit anderen teilen kann.
Es macht Spaß, schöne Momente wie eine Hochzeit zu verewigen.
Als Fotograf ein kreativer Teil zu sein in dieser wunderbaren Atmosphäre, wo sich zwei Menschen versprechen immer füreinander da zu sein, macht nicht nur Freude, sondern ich bekomme dadurch auch Anerkennung.
Gewählt aus so vielen möglichen Fotografen, um diesen besonderen Tag festzuhalten, macht mich auch immer wieder ein wenig Stolz.
Emotionen, intuitives handeln, und oft auch die versteckte oder unterdrückte Erotik, suche ich bei den Menschen.
Die Geschichte, Vergänglichkeit und deren Verfall in alten Gebäuden.
Die Einfachheit und Schönheit in der beseelten Natur.
Spannend finde ich die unglaublichen Parallelen im Verhalten, Gestik und Mimik der Tiere im Vergleich zu den Menschen.
Ist es das was ich suche?
Die Wirkung und den Einfluss des Umfeldes in dem wir Menschen leben auf unsere Gedanken und unser handeln?
Etwas banales, Alltägliches wird zum Hauptdarsteller einer Geschichte die längst vergangen nur mehr subjektiv in Szene gesetzt werden kann.
Diese subjektive Sichtweise erlaubt es mir meine eigene Geschichte wieder und wieder
zu interpretieren und mit jedem neuen Motiv geht eine weitere Tür auf.
Nur eine Zeit lang kann ich hinter meinen Bildern voll und ausnahmslos stehen.
Da sie aus einer Möglichkeit und einer Emotion entstanden sind, sind sie auch nur temporär und somit auch nur ein Abbild meines damaligen Zustands.
So kommt es vor das ich radikal Fotos einfach und für immer ohne Sicherung lösche.
Es gibt jedoch einige wenige Bilder die ein Teil meines Lebens wurden, sowie Menschen die mich weiterhin begleiten.
Viel Spaß beim durchstöbern meiner bescheidenen Werke, und allen Fotografen „Gut Licht“